Die Tatsache, die Berkeley in diesen Worten äußert, ist:
Wir definieren ein Objekt nur dann, wenn unterschiedliche
Wahrnehmungen, die wir im Gehirn erleben, interpretiert werden.
Wie in diesem Beispiel werden der Geschmack und Geruch eines
Apfels, seine Härte, Form, seine rote Farbe und all seine
anderen Eigenschaften in unserem Gehirn als Ganzes wahrgenommen
und wir nennen dieses Ganze "Apfel". Aber wir können mit dem
Original des Apfels niemals konfrontiert
sein. Was wir sehen, riechen, schmecken, tasten oder
hören, sind nur die Kopien dieser Gegenstände
innerhalb unseres Gehirns.
Wenn
wir über alles, was bisher erklärt wurde, noch einmal gründlich
nachdenken, wird diese Wahrheit ganz deutlich werden. Zum
Beispiel;
o Wenn wir im Gehirn, wo es kein Licht gibt, eine Straße
mit glänzenden, farbigen Lichtern sehen können, dann sehen
wir nur die Kopien dieser Straße, der beleuchteten Reklametafeln,
der Schaufenster, der Straßenlampen und der Scheinwerfer der
Autos, die in unserem Gehirn aus den elektrischen Impulsen
entstehen.
o Da keine Stimme in unser Gehirn eintreten kann, können
wir die tatsächlichen Stimmen unserer Verwandten nie hören.
Wir hören nur deren Kopien.
SIE
KÖNNEN DEN RAUM INNERHALB IHRES GEHIRNS IHR LEBEN LANG
NIE VERLASSEN 
Nehmen Sie an, dass Sie in einen dunklen Raum eintreten,
in dem es einen großen Bildschirm gibt. Wenn Sie die
äußere Welt nur durch den Bildschirm innerhalb dieses
Raums betrachten könnten, würden sie sich nach kurzer
Zeit langweilen und sie würden gerne wieder hinausgehen
wollen.
Denken
Sie nun daran, dass auch der Platz, an dem Sie sich
jetzt befinden, nicht anders ist. Innerhalb Ihres dunklen,
kleinen Schädels sehen Sie die Bilder der Außenwelt,
aber sie betrachten die Bilder, die auf dem "Bildschirm"
in Ihrem Gehirn entstehen, ohne dass Sie diesen engen
Platz verlassen möchten und ohne dass Sie sich langweilen.
Sie würden nie glauben, wenn jemand
Ihnen sagte, dass Sie alles auf einem Bildschirm sehen.
Das Bild, das Sie sehen, ist so realistisch, dass seit
tausenden von Jahren Milliarden von Menschen diese Tatsache
nicht bemerkt haben. |
o Wir können auch die Kühle des Meeres und die Hitze der
Sonne nicht fühlen - wir fühlen nur deren Kopien in unserem
Gehirn.
o Gleicherweise war bis heute niemand in der Lage, das Original
der Minze zu schmecken. Der Geschmack, den jemand als Minze
empfindet, ist nur eine Wahrnehmung, welche im Gehirn entsteht.
Das ist deswegen so, weil der Mensch das Original der Minze
nicht berühren, nicht sehen und riechen und nicht schmecken
kann.
Folglich leben wir unser Leben lang mit Kopien von Wahrnehmungen,
die uns gezeigt werden. Aber diese Kopien sind so realistisch,
dass wir nie begreifen, dass sie eben nur Kopien sind. Heben
Sie zum Beispiel Ihren Kopf und werfen Sie einen Blick in
den Raum. Sie sehen, dass sie sich in einem Raum voll mit
Möbeln befinden. Wenn Sie die Armlehnen des Stuhls berühren,
auf dem Sie sitzen, fühlen Sie dessen Härte, als ob Sie tatsächlich
das Original dieses Stuhls berühren. Die Realität der Bilder,
die Ihnen gezeigt werden, und die ausgezeichnete Kunst in
der Schöpfung dieser Bilder reichen aus, Sie und Milliarden
anderer Menschen davon zu überzeugen, dass diese Bilder die
tatsächliche Materie sind. Obwohl die meisten Menschen in
der Schule gelernt haben, dass jede Empfindung in bezug auf
die Welt in ihren Gehirnen entsteht, und obwohl die Biologiebücher
voll mit diesen Fakten sind, können sie nur mit Schwierigkeiten
begreifen, dass diese Empfindungen und Bilder nur eine Einbildung
in ihrem Gehirn sind. Der Grund dafür ist, dass jedes Bild
mit großartiger Kunst sehr realistisch und vollkommen erschaffen
wird.
Einige Menschen sehen ein, dass die Bilder in ihrem Gehirn
entstehen, aber sie behaupten, dass die materiellen Gegenstücke
dieser Bilder in der Außenwelt existieren. Sie können jedoch
diese Behauptung nie beweisen, denn bis heute konnte niemand
über die Wahrnehmungen, die im Gehirn existieren, hinausgehen.
Jeder Mensch lebt in einem dunklen Raum im Gehirn, und niemand
kann etwas anderes erleben als das, was ihm durch Wahrnehmungen
gezeigt wird. Folglich kann niemand wissen, was außerhalb
dieser Wahrnehmungen geschieht. Aus diesem Grund ist es falsch,
zu sagen, dass originale Gegenstücke dieser Bilder in der
Außenwelt existieren, weil es dafür keinen Beweis gibt. Selbst
wenn es die Originale der Materie geben würde, sieht der Mensch
diese Originale wieder im Gehirn, das heißt; er wird nur mit
der Illusion konfrontiert sein, die sich in seinem Gehirn
bildet. Andere Behauptungen haben keine Grundlage, da die
Menschen diese "materiellen Gegenstücke" niemals erreichen
können.
Wir
wollen nachdrücklich betonen, dass der wissenschaftliche oder
technologische Fortschritt daran nichts ändern kann, denn
jede wissenschaftliche Entdeckung oder technische Erfindung
entsteht auch in den Gehirnen der Menschen. Deswegen wird
es nie möglich sein, die Außenwelt zu erreichen.
Die Philosophen Russell und Wittgenstein haben dazu folgende
Gedanken geäußert:
Ob z.B. eine Zitrone tatsächlich existiert oder nicht und
wie sie entstanden ist, kann nicht in Frage gestellt und untersucht
werden. Die Zitrone besteht nur aus einem Geschmack, der durch
die Zunge empfunden wird; einem Geruch, der durch die Nase
verspürt wird, einer Farbe und Form, die mit dem Auge wahrgenommen
werden, und es sind lediglich diese Eigenschaften, die einer
Untersuchung und Beurteilung unterzogen werden können. Die
Wissenschaft kann die physikalische Welt niemals erkennen.14
Der berühmte Philosoph George Berkeley bemerkt folgendes
zu diesem Thema:
Wir glauben an die Existenz von Dingen nur, weil wir sie
sehen und berühren und weil sie uns durch unsere Wahrnehmungen
wiedergegeben werden. Jedoch sind unsere Wahrnehmungen nur
Ideen in unserem Gehirn. Daher sind Objekte, die wir durch
Wahrnehmungen erfassen, nichts anderes als Ideen und diese
Ideen befinden sich nirgendwo anders als in unserem Gehirn...
Da sie alle nur dort existieren, bedeutet das, dass wir einer
Täuschung zum Opfer fallen, wenn wir uns vorstellen, dass
das Universum und alle anderen Objekte eine Existenz außerhalb
des Gehirns besitzen. Daher hat keines der uns umgebenden
Dinge eine Existenz außerhalb unseres Gedächtnisses.15
Außerdem ist es von untergeordneter Bedeutung, ob etwas,
was ein Mensch nicht erreichen, sehen oder berühren kann,
existiert oder nicht. Denn der Mensch
beobachtet nur die Welt der Wahrnehmungen in seinem Gehirn,
egal ob es die materielle Welt gibt oder nicht. Er
kann das Original der Materie nie finden. Es ist ausreichend,
nur die Kopien von Objekten zu sehen. Jemand, der zum Beispiel
in einem Garten voll bunter Blumen spaziert, sieht nicht das
Original des Gartens, sondern nur die Kopie desselben in seinem
Gehirn. Aber diese Kopie des Gartens ist so realistisch, dass
jedermann an diesem Garten, der in seinem Gedächtnis entsteht,
ein solches Vergnügen findet, als ob der Garten wirklich existieren
würde. Millionen von Menschen haben bis heute vorausgesetzt,
dass sie die Originale der Dinge gesehen haben. Folglich gibt
es keinen Grund für die Menschen, dass sie sich für die Außenwelt
interessieren.
Das Entfernungsgefühl ist auch
eine Wahrnehmung, die im Gehirn entsteht
Stellen Sie sich eine verkehrsreiche Straße mit Einkaufszentren,
Gebäuden, Autos etc. vor. Wenn Sie dieses Bild betrachten,
scheint es wahr zu sein. Daran liegt es, warum die meisten
Menschen nicht verstehen können, dass das Bild, das sie sehen,
in ihrem Gehirn produziert wird, und sie nehmen irrtümlich
alles als real existierend an. Das Bild ist so tadellos erstellt
worden, dass es sehr schwer ist, zu verstehen, dass das Bild,
das sie als wahr wahrnehmen, nicht das Original der äußeren
Welt ist, sondern nur ein kopiertes Bild, das im Gehirn existiert.
Was ein Bild so überzeugend und eindrucksvoll macht, sind
Elemente wie Abstand, Tiefe, Farbe, Schatten und Licht. Diese
Elemente werden in solcher Vervollkommnung benutzt, dass sie
ein dreidimensionales, buntes und klares Bild innerhalb des
Gehirns ergeben. Wenn eine endlose Menge von Details dem Bild
hinzugefügt wird, taucht eine Welt auf, die wir für wahr halten,
obgleich wir nur mit der Welt in unserem Gehirn konfrontiert
werden.
Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Auto fahren. Das Lenkrad
ist eine Armlänge entfernt von Ihnen und es gibt Verkehrsampeln,
die ungefähr 100 m vor Ihnen sind. Das nächste Auto ist ungefähr
10 m entfernt, es gibt auch Berge am Horizont, die sich entsprechend
Ihrer Schätzung in einer Entfernung von vielen Kilometern
befinden. Jedoch sind alle diese Schätzungen falsch. Weder
ist das Auto, noch sind die Berge so weit entfernt von Ihnen
wie Sie annehmen würden. Tatsächlich befinden sich alle Bilder
nur auf einer Fläche nicht größer als eine Filmspule innerhalb
des Gehirns. Die Bilder, die vom Auge wiedergegeben werden,
sind zweidimensional wie die Bilder auf einem Bildschirm.
Wie entsteht dann das Gefühl von Entfernung und räumlicher
Tiefe?
 
Jemand, der Auto fährt, glaubt,
dass das Lenkrad, die Strasse und die Bäume sich in
einiger Entfernung von ihm befinden. Jedoch alles, was
er sieht, befindet sich in Wirklichkeit auf einer einzelnen
Fläche in seinem Gehirn. |
Das Entfernungsgefühl beruht auf dreidimensionaler Sichtweise.
Die Elemente, welche die Effekte der Entfernung und Tiefe
in den Bildern verursachen, sind Perspektive, Schatten und
Bewegung. Diese Art der Wahrnehmung, die "räumliche Wahrnehmung"
genannt wird, wird durch sehr komplizierte Systeme zur Verfügung
gestellt. Diese Systeme können wir folgendermaßen erklären:
Das Bild, welches das Auge erreicht, ist zweidimensional.
Das heißt, es hat Maße von Höhe und Breite. Das Gefühl der
Tiefe und Entfernung resultiert aus der Tatsache, dass unsere
beiden Augen zwei unterschiedliche Bilder sehen. Das Bild,
das jedes unserer Augen erreicht, unterscheidet sich vom anderen.
Das Gehirn setzt diese zwei unterschiedlichen Bilder zu einem
einzigen Bild zusammen, um unser Gefühl für die Tiefe des
Raums und die Entfernung zu bilden.
OBJEKTE,
VON DENEN SIE VERMUTEN, VON IHNEN ENTFERNT ZU SEIN,
SIND IN WIRKLICHKEIT INNERHALB IHRES GEHIRNS
 |
Wir können ein Experiment durchführen, um diese Tatsache
besser zu verstehen: Strecken Sie Ihren rechten Arm aus und
halten Sie den Zeigefinger hoch. Konzentrieren Sie sich jetzt
auf diesen Finger und schließen Sie zuerst Ihr linkes Auge
und dann Ihr rechtes Auge. Da jedes Auge von zwei unterschiedlichen
Bildern erreicht wird, sehen Sie, dass der Finger sich geringfügig
zur Seite bewegt. Öffnen Sie jetzt beide Augen und während
Sie fortfahren, sich auf Ihren rechten Zeigefinger zu konzentrieren,
bringen Sie Ihren linken Zeigefinger so nah wie möglich an
Ihr Auge heran. Sie werden beobachten, dass der nahe Finger
zwei Bilder verursacht. Dies liegt daran, dass nun für den
nahen Finger eine andere Tiefe im Vergleich zu der des weiter
entfernten Fingers entsteht. Wenn Sie Ihre Augen eins nach
dem anderen öffnen und schließen, sehen Sie, dass der Finger,
der nah an Ihrem Auge ist, sich stärker zu bewegen scheint
als der Finger, der weiter weg ist. Dies liegt am Unterschied
der Bilder, die jedes Auge erreichen.




Auf diesem Bild erscheint die senkrechte
Linie im Hintergrund doppelt so lang wie die Line im Vordergrund.
In Wirklichkeit jedoch sind beide Linien gleich lang.
Wie dieses Beispiel klar macht, bewirken Elemente wie
Linien, Perspektive, Licht und Schatten, dass die Menschen
manche Objekte anders sehen, als sie in Wirklichkeit sind.
Tatsächlich werden alle diese Objekte an einem einzigen
Ort, im Sehzentrum unseres Gehirns wahrgenommen.
|
Wenn ein dreidimensionaler Film gedreht wird, wird diese
Technik verwendet. Bilder, die aus zwei unterschiedlichen
Winkeln aufgenommen werden, werden auf denselben Bildschirm
projiziert. Das Publikum trägt spezielle Brillen, die einen
Farbfilter haben und das Licht polarisieren. Die Brillen filtern
eines der beiden Bilder heraus, und das Gehirn wandelt die
Bilder in ein einzelnes dreidimensionales Bild um.
Die Wahrnehmung von räumlicher Tiefe auf einer zweidimensionalen
Retina ist der Technik sehr ähnlich, die von Künstlern verwendet
wird, um dem Betrachter eines zweidimensionalen Gemäldes ein
Gefühl von räumlicher Tiefe zu geben. Es gibt bestimmte Faktoren,
die das Gefühl der Tiefe bilden. Diese Faktoren sind die Plazierung
der Objekte relativ zueinander, die Atmosphärenperspektive,
Änderungen der Textur, die lineare Perspektive, Höhe und Bewegung.
Die Änderung der Textur ist bei der Bildung des Tiefengefühls
sehr wichtig. Die Objekte, die uns näher sind, scheinen detaillierter
zu sein als die, die sich weiter entfernt von uns befinden.
Folglich ist es einfacher, die Entfernung der Objekte zu schätzen,
die auf derselben Fläche gelegen sind. Außerdem vervollständigen
die Effekte des Schattens und des Lichts das dreidimensionale
Bild.
Der Grund, warum wir die Gemälde eines erfolgreichen Künstlers
mit großer Bewunderung betrachten, sind die Eindrücke der
Tiefe und der Realität, die im Gemälde erweckt werden, indem
man die Elemente des Schattens und der Perspektive verwendet.
Die Perspektive resultiert aus der Tatsache, dass entfernte
Objekte im Verhältnis zu nahen Objekten für den Betrachter
kleiner aussehen. Wenn wir eine Landschaft betrachten, sehen
entfernt stehende Bäume klein aus, während nah stehende Bäume
groß aussehen. In einem Gemälde mit einem Berg im Hintergrund
wird der Berg kleiner gemalt, als die Person im Vordergrund.
In der linearen Perspektive benutzen Künstler parallele Linien,
zum Beispiel rufen Eisenbahnschienen das Gefühl der Entfernung
und Tiefe hervor, indem sie am Horizont zusammenlaufen.
Die Methode, die Maler in ihren Gemälden verwenden, gilt
auch für das Bild, das im Gehirn entsteht. Die Tiefe, das
Licht und der Schatten werden durch die gleiche Methode in
einem zweidimensionalen Areal im Gehirn produziert. Je mehr
Einzelheiten in einem Gemälde sind, desto realistischer sieht
es aus und desto mehr betrügt es unsere Sinne. Wir benehmen
uns so, als ob es wirkliche Tiefe und Entfernung, nämlich
die dritte Dimension im Bild gäbe. Jedoch befinden sich alle
Bilder, die wir sehen, auf einer zweidimensionalen Fläche.
Das Sehzentrum in unserem Gehirn ist so klein wie eine Kreditkarte!
Alle Bilder wie entfernte Häuser, Sterne im Himmel, der Mond,
die Sonne, Flugzeuge und Vögel werden in dieses kleine Areal
hineingestopft. Technischerweise gibt es keine Entfernung
zwischen einem Flugzeug, das Sie etliche Kilometer entfernt
sehen, und einem Glas, das Sie in Ihrer Hand halten; all diese
Objekte befinden sich auf der kleinen Fläche im Wahrnehmungszentrum
innerhalb Ihres Gehirns.
Ein am Horizont verschwindendes Schiff ist nicht wirklich
viele Meilen entfernt von Ihnen. Das Schiff ist in Ihrem Gehirn.
Die Fenstersimse, die Sie betrachten, die Pappel vor dem Fenster,
die Straße vor Ihrem Haus, das Meer und das Schiff auf dem
Meer entstehen im Sehzentrum des Gehirns auf einer zweidimensionalen
Fläche. Gerade so wie ein Maler das Gefühl der Entfernung
auf einem zweidimensionalen Leinentuch hervorrufen kann, indem
er die Proportionen von Objekten und Elemente wie Farbe, Schatten,
Licht und Perspektive benutzt, entsteht in unserem Gehirn
in ähnlicher Weise das Gefühl der Entfernung. Folglich darf
die Tatsache, dass wir Objekte so wahrnehmen, als ob diese
weit entfernt von uns sind, uns nicht täuschen. Denn auch
Entfernung ist eine Wahrnehmung wie alle anderen.
Eins der wichtigsten Elemente,
die das Gefühl der räumlichen Tiefe bilden, ist der
Unterschied in der Textur. Texturen die uns näher sind,
sind detaillierter, während entferntere Texturen wenig
deutlich erscheinen. Wie in der nebenstehenden Abbildung
zu sehen ist, ist ein dreidimensionales Gewebe auf einem
Papier mit dem Effekt der räumlichen Tiefe hergestellt
worden, indem Farbe, Schatten und Licht benutzt worden
sind. Obwohl alle Punkte in der obigen Abbildung weiß
sind, scheinen sie schwarz und weiß zu blinken.
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AUF EINER ZWEIDIMENSIONALEN FLÄCHE
WIRD EIN BILD MIT RAUMWIRKUNG GESCHAFFEN
Es gibt eine sehr realistische
Tiefe in allen dieser Bilder. Auf einer zweidimensionalen
Leinwand kann ein dreidimensionales Bild mit räumlicher
Tiefe gemalt werden, indem man Schatten, Perspektive
und Licht benutzt. Dieses Element des Realismus kann
abhängig von der Fähigkeit des Malers verstärkt werden.
Ähnliches Fall gilt auch für unseren Sehsinn. Denn
das Bild, das auf die Retinaschicht des Auges fällt,
ist zweidimensional. Jedoch werden die Bilder, die
unsere beide Augen erreichen, zu einem einzelnen Bild,
damit unser Gehirn ein dreidimensionales Bild wahrnimmt.
|
12. Rita Carter, Mapping The Mind, S. 135
13. Treaties Concerning the Principle of Human Knowledge,
1710, Works of George Berkeley, Bd. I, A. Fraser, Oxford,
1871, S. 35-36
14. Orhan Hançerlioðlu, Düþünce Tarihi (History of Idea),
Remzi Verlag, Istanbul: 1987, S.44
15. George Politzer, Principes Fondamentaux de Philosophie,
S. 38-39-44