Wir hören alle Töne in unserem Gehirn
Der Hörvorgang findet in gleicher Weise wie der
Sehvorgang statt: Das äußere Ohr fängt die vorhandenen Töne
durch die Ohrmuschel auf und leitet sie zum Mittelohr weiter.
Das Mittelohr übermittelt die Tonschwingungen indem es sie
sie verstärkt. Das Innenohr übersetzt diese Schwingungen in
elektrische Impulse und leitet sie zum Hörzentrum im Gehirn,
wo die Töne interpretiert werden. Genau wie der Sehvorgang
im Sehzentrum des Gehirns stattfindet, vollzieht sich der
Hörvorgang analog dazu im Hörzentrum des Gehirns.
Folglich gibt es außerhalb unseres Gehirns keine
Töne, sondern physikalische Schwingungen, die als Schallwellen
bekannt sind. Der Ort, an dem diese Schallwellen in Töne umgewandelt
werden, ist nicht die Außenwelt oder unser Ohr, sondern das
Innere unseres Gehirns. Es sind nicht unsere Augen, die sehen,
und nicht unsere Ohren, die hören. Wenn Sie sich mit Ihrem
Freund unterhalten, sehen Sie die Erscheinung Ihres Freundes
in Ihrem Gehirn und Sie hören seine Stimme innerhalb Ihres
Gehirns. Wenn das Bild in Ihrem Gehirn entsteht, empfinden
Sie ein dreidimensionales, räumliches Bild. Genau in derselben
Weise hören Sie die Stimme Ihres Freundes. Ob Ihr Freund weit
von Ihnen entfernt steht, oder ob er direkt hinter Ihnen ist,
Sie glauben, dass Sie seine Stimme entsprechend seinem Standort
aus der Ferne oder aus der Nähe hören. Tatsächlich aber ist
die Stimme Ihres Freundes weder direkt hinter Ihnen, noch
weit entfernt von Ihnen. Die Stimme Ihres Freundes ist in
Ihnen, in Ihrem Gehirn.

Das äußere Ohr erfasst
die Schallwellen und leitet sie zum Mittelohr weiter.
Das Mittelohr verstärkt diese Schallwellen und übermittelt
sie dem Innenohr. Das Innenohr wandelt diese Wellen
entsprechend ihrer Intensität und Frequenz in elektrische
Impulse um und schickt sie zum Gehirn.
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OBWOHL WIR DIE EXISTENZ EINER MATERIELLEN
WELT ANNEHMEN, GIBT ES AUSSERHALB UNSERES HIRNS KEIN
LICHT, KEINEN TON UND KEINE FARBE, NUR ENERGIE
Obwohl die Tatsache wissenschaftlich
bewiesen wurde, dass alles, was wir wahrnehmen, innerhalb
unseres Gehirns gebildet wird, behaupten viele Menschen,
dass die Originale der Bilder, die wir sehen, außerhalb
unseres Gehirns vorhanden sind. Diese Behauptung können
sie nie beweisen. Die Menschen können glauben, dass
die Materie außerhalb ihres Gehirns existiert. Aber
das ändert nichts an der Tatsache, dass außerhalb
unserer Gehirne kein Licht, kein Ton und keine Farbe
existieren. Das Licht befindet sich außen in Form
von Energiewellen oder Energiepäckchen, und wir bemerken
es nur dann, wenn es auf die Retina des Auges fällt.
In der Außenwelt gibt es auch keine Töne. Es gibt
nur elektromagnetische Wellen. Wenn diese Wellen unser
Ohr erreichen und dann zu unserem Gehirn weitergeleitet
werden, entsteht der Ton. In der Außenwelt ist auch
keine Farbe vorhanden. Wenn wir sagen "Es gibt keine
Farbe", stellen die Menschen sich ein schwarzes, weißes
oder graues Bild vor. Tatsächlich sind dies aber auch
Farben. In der Welt außerhalb unseres Gehirns existiert
die schwarze, weiße oder graue Farbe nicht. In der
Außenwelt befinden sich nur Energiewellen, die unterschiedliche
Intensität und Frequenzen haben, und diese Energiewellen
können durch die Sehzellen empfangen und durch unser
Gehirn in Farben umgewandelt werden.
Die Quantenphysik ist ein anderer
Wissenschaftszweig, der zeigt, dass die Behauptung
der Existenz von Materie falsch ist. Eine der wichtigsten
Tatsachen, die durch die Quantenphysik entdeckt wurde,
ist, dass 99.9999999 % der Materie, die die Materialisten
als eine absolute Existenz annehmen, weil sie ihre
Härte fühlen, wenn sie sie berühren, eigentlich leer
Raum ist. In seinen Arbeiten über Physik und Psychologie
befasst sich Peter Russell mit dem menschlichen Bewusstsein.
In einem Artikel aus seinem Buch "From Science to
God" [Von der Wissenschaft zu Gott] erklärt Russell
diese Wirklichkeit der Materie folgendermaßen:
Betrachten wir z.B. unsere Gedanken
über die Natur der Materie. 2000 Jahre lang wurde
daran geglaubt, Atome seien kleine Bälle, welche die
feste Materie bilden. Dann haben die Physiker entdeckt,
dass die Atome aus noch kleineren subatomaren Elementarteilchen,
Elektronen, Protonen und Neutronen bestehen. Dieses
Modell wurde später noch einmal modifiziert zu der
Vorstellung eines Kerns und Elektronen, die um diesen
Kern kreisen.
Ein Atom ist sehr klein. Sein Durchmesser
ist ungefähr ein Milliardstel von einem Inch. Doch
die subatomaren Teilchen sind noch hunderttausendmal
kleiner als die Atome. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts
hat der britische Physiker Sir Arthur Eddington dies
erklärt, indem er sagte, dass "die Materie ein geisterhaft
leerer Raum" ist. 99.9999999% der Materie ist leerer
Raum. Mit der Entwicklung der Quantentheorie wurde
herausgefunden, dass sogar diese kleinen subatomaren
Teilchen nicht feste Materie sein können. Sie haben
keine Ähnlichkeit mit Materie. Sie haben den Charakter
von Wolken. Sie treten meistens nicht als Teilchen,
sondern als Wellen auf. (Peter Russell, "The Mystery
of Consciousness and the Meaning of Light" (Das Geheimnis
des Bewusstseins und die Bedeutung des Lichtes), 12
Oktober 2000, http://www.arlingtoninstitute.org/futuredition/From_Science_To_God.html)
Während die Menschen darauf beharren,
dass die Bilder, die sie in ihrem Gehirn sehen, in
der Außenwelt originale Gegenstücke haben, zeigen
uns die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass außerhalb
unseres Gehirns nur Energiewellen und Energiepäckchen
vorhanden sind. Außerhalb unseres Gehirns gibt es
weder Licht, Töne oder Farben. Darüber hinaus bestehen
Atome und subatomare Partikel eigentlich aus leerem
Raum entstehenden Energiepäckchen. Obwohl einige enschen
daran glauben, dass Materie tatsächlich existiert,
besteht Materie folglich aus Leere.
In der Wirklichkeit erschafft Allah
die Materie mit ihren Eigenschaften als eine Erscheinung..
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Das Gehirn ist gegen Töne genauso
isoliert wie gegen Licht, es lässt keinen Ton eindringen.
Daher herrscht innerhalb des Gehirns absolute Stille,
unabhängig davon wie laut es außen auch sein mag. Doch
gibt es ein Bewusstsein in dieser Stille, das die elektrischen
Impulse als eine geliebte Musik, die Stimme eines Freundes
oder als ein Telefonklingeln interpretiert. |
Das Gehirn ist gegen Töne genauso isoliert wie
gegen Licht. Kein Ton erreicht jemals das Gehirn. Daher herrscht
innerhalb des Gehirns absolute Stille, unabhängig davon wie
laut es außen auch sein mag. Nichtsdestoweni-ger vernimmt
man die feinsten Geräusche im Gehirn. Dies geschieht mit einer
derartigen Präzision, dass das Ohr eines gesunden Menschen
alle Töne ohne atmosphärische Nebengeräusche oder andere Störungen
hören kann. Im Gehirn hört man die Symphonien eines Orchesters
und den Lärm eines belebten Ortes und kann alle Geräusche
innerhalb eines weiten Frequenzbereiches wahrnehmen, vom Rascheln
von Blättern bis zum Lärm eines Düsenflugzeugs. Wenn die Lautstärke
innerhalb des Gehirns jedoch gleichzeitig mit einem hochempfindlichen
Gerät gemessen werden würde, würde sich zeigen, dass dort
vollständige Stille herrscht. Die elektrischen Impulse, die
Ihr Gehirn erreichen, werden in Ihrem Gehirn als Ton, beispielsweise
als das Konzert einer Musikgruppe in einem Stadium voller
Menschen gehört.
ALLE TÖNE ENTSTEHEN
IN UNSEREM GEHIRN, IN DER AUSSENWELT GIBT ES KEINEN
TON

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Alle Gerüche entstehen im Gehirn
Wenn jemand gefragt wird, wie er Gerüche verspürt,
wird er wahrscheinlich "Mit meiner Nase" antworten. Jedoch
ist das nicht die richtige Antwort, obwohl die meisten Menschen
sie für wahr halten. Gordon Shepherd, Neurologieprofessor
an der Yale Universität erklärt, warum sie nicht richtig ist:
"Wir denken, dass wir mit unserer Nase riechen; aber das
ist nichts anderes als zu behaupten, dass wir mit unseren
Ohrläppchen hören." 9
Unsere Wahrnehmung von Gerüchen vollzieht sich
in ähnlicher Weise wie Hören und Sehen: Sich leicht verflüchtigende
Moleküle von Aroma-trägern, wie die von Vanille oder einer
Rose treffen auf die Rezeptorzellen der Fibrillen im Epithelium
der Nase und reagieren mit diesen. Diese Reaktion wird unserem
Gehirn in Form von elektrischen Impulsen übermittelt und als
Geruch wahrgenommen. Alle Gerüche, ob wir sie als angenehm
oder schlecht empfinden, sind nichts anderes als die Wahrnehmung
der Reaktion dieser Aromamoleküle in Form von elektrischen
Impulsen im Gehirn. Wir nehmen den Duft eines Parfüms, einer
Blume, einer Delikatesse, den Geruch des Meeres, alle Gerüche,
die wir empfinden, im Gehirn wahr. Doch die Aromamoleküle
selbst erreichen niemals das Gehirn. Wie
beim Sehen und Hören sind es lediglich elektrische Impulse,
die das Gehirn erreichen.
Daher gibt es keine Richtung des Geruchs. Denn
alle Gerüche werden im Geruchszentrum in Ihrem Gehirn wahrgenommen.
So kommt der Geruch eines Kuchens nicht aus dem Backofen,
wie auch der Geruch einer Speise nicht aus der Küche kommt.
Ebenso kommt der Geruch eines Geißblattes nicht aus dem Garten
und der Geruch des Meeres nicht vom Meer, das weit entfernt
von Ihnen ist. All diese Gerüche werden an einem winzigen
Punkt in Ihrem Gehirn wahrgenommen. Außerhalb dieses Wahrnehmungszentrums
gibt es kein Konzept einer Richtung wie rechts, links, vorne
oder hinten.
ALLE
GERÜCHE FINDEN INNERHALB UNSERES GEHIRNS STATT ES
GIBT KEINEN GERUCH IN DER ÄUSSEREN WELT

Ein Mensch, der in
seinem Garten Rosen riecht, riecht in Wirklichkeit
nicht die tatsächlichen Rosen. Was er empfindet, ist
nichts anderes als die Interpretation der elektrischen
Impulse im Gehirn. Aber dieser Geruch ist so realistisch,
dass der Mensch nicht versteht, dass er nicht die
tatsächliche Rose riecht. Viele Menschen nehmen an,
dass sie die tatsächliche Rose riechen. Dies ist ein
großes Wunder, das von Allah geschaffen wird.
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Kein Geruch erreicht uns aus der Entfernung.
Wir nehmen an, dass die in unserem Geruchszentrum gebildeten
Wahrnehmungen die Gerüche der Gegenstände unserer Umgebung
sind. Doch geradeso, wie das Bild einer Rose sich im Sehzentrum
entfaltet, so entsteht auch der Duft dieser Rose innerhalb
des Geruchszentrums. In der Außenwelt gibt es weder eine Rose
noch ihren Duft. Wenn es ja auch in der Außenwelt einen echten
Duft gäbe, wäre es für Sie nie möglich, das Original des Duftes
zu erreichen.

Aufgabe der Nase ist, die
Aromastoffe zu empfangen und sie als elektrische Impulse
dem Gehirn zuübermitteln.
Der Geruch der Suppe oder einer Rose wird im Gehirn
empfunden. Jedoch kann eine Person den Geruch der
Rose oder der Suppe in ihrem Traum ganz realistisch
wahrnehmen, obwohl tatsächlich gar keine Rose oder
Suppe existiert. Allah ruft innerhalb des Gehirns
mit dem Geschmacks- und Geruchssinn, dem Tastsinn
und dem Gehörsinn eine so glaubwürdige Sammlung der
Gefühle hervor, dass es sehr schwierig ist, den Menschen
ihre Vorurteile zu nehmen. Dass diese Gefühle nur
im Gehirn entstehen, dass sie nie mit dem Original
der Materie konfrontiert sein können ist das großartige
Wissen von Allah.
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Der berühmte Denker Berkeley bemerkt zu dieser
Tatsache Folgendes: "Anfangs wurde angenommen, dass Farben,
Gerüche usw. "tatsächlich existieren", doch später
wurden solche Auffassungen abgelehnt, und es erwies sich,
dass alles nur in Bezug auf unsere Wahrnehmung
existiert."
Um zu verstehen, dass der Geruch eine Wahrnehmung
ist, kann es lehrreich sein, über Träume nachzudenken. Wie
die Menschen in ihren Träumen alle Bilder ganz realistisch
sehen, verspüren sie auch alle Gerüche ganz realistisch. Beispielsweise,
jemand, der in seinem Traum in ein Restaurant geht, nimmt
sein Abendessen inmitten der Gerüche anderer Speisen ein.
Jemand, der in seinem Traum an der Küste spazieren geht, verspürt
den Geruch des Meeres, und jemand, der von einem Blumengarten
träumt, empfindet die Lust der herrlichen Düfte. Ebenso kann
jemand, der in seinem Traum in eine Parfümerie geht und ein
Parfum auswählt, sogar zwischen den Düften dieser Parfüms
unterscheiden. Im Traum kann alles so realistisch sein, dass,
wenn die Person aufwacht, sie über diese Situation sehr überrascht
sein wird.
Es ist nicht notwendig, Träume zu untersuchen,
um dieses Thema zu verstehen. Es reicht aus, sich eine der
Beschreibungen vorzustellen, die wir bereits erwähnt haben.
Zum Beispiel: Denken Sie jetzt an eine Blume. Obwohl Sie keine
Blume in der Handhalten, können sie den Duft der Blume riechen,
wenn Sie sich auf die Blume konzentrieren. Der Geruch entsteht
nun in Ihrem Gehirn. Wenn Sie sich Ihre Mutter in Ihrem Gedächtnis
vorstellen, können Sie sie sehen, obwohl sie nicht neben Ihnen
steht. In ähnlicher Weise können Sie auch den Duft der Blume
in Ihrem Gedächtnis riechen.

Ein Mensch kann sich das Gesicht
seiner Mutter oder den Geruch eines Gänseblümchens
in seinem Gehirn vorstellen, wenn er sich darauf konzentriert.
Wer aber ist es, der diese Bilder sieht und riecht,
ohne Augen oder Ohren zu benötigen? Diese Wesenheit
ist die menschliche Seele.
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Michael Posner, Psychologe und Marcus Raichle,
Neurologe an der Washington-Universität geben folgende Erklärung,
wie das Bild und andere Wahrnehmungen entstehen, obwohl keine
von außen kommenden Reize vorhanden sind:
Öffnen Sie Ihre Augen, und eine Aussicht füllt
Ihr Bild ganz mühelos; schließen Sie Ihre Augen und denken
Sie an diese Aussicht. Auf diese Weise können Sie sich an
ein Bild dieser Aussicht erinnern, es ist sicherlich nicht
so lebhaft oder vollständig wie die Aussicht, die Sie mit
Ihren Augen gesehen haben. Aber dieses Bild besitzt noch die
grundlegenden Eigenschaften der Aussicht. In beiden Fällen
entsteht im Gehirn ein Bild der Aussicht. Das Bild, das sich
durch die visuellen Erfahrungen bildet, wird Wahrnehmung genannt,
weil es von dem illusionären Bild unterschieden werden kann.
Die Wahrnehmung entsteht als Produkt des Lichtes, das auf
die Retina fällt, die dann die Impulse sendet, die im Gehirn
verarbeitet werden. Aber wie können
wir ein Bild hervorrufen, ohne dass das Licht auf die Retina
fällt, um diese Impulse zu senden?10
Eine Ursache in der Außenwelt ist nicht notwendig,
damit ein Bild in unserem Gehirn entstehen kann. Dasselbe
gilt auch für den Geruchssinn. Genauso, wie Sie in Ihrem Traum
oder in Ihrer Vorstellung einen Geruch verspüren können, der
in Wirklichkeit nicht existiert, können Sie nicht sicher sein,
ob die Gegenstände, deren Düfte wir im tatsächlichen Leben
riechen, außerhalb von Ihnen existieren oder nicht. Selbst
wenn Sie glauben, dass diese Gegenstände außerhalb von Ihnen
vorhanden sind, können Sie nie deren Originale erreichen.
Alle Geschmäcke entstehen im Gehirn
Mit
unserem Geschmackssinn verhält es sich nicht anders. Es gibt
vier unterschiedliche Arten von chemischen Rezeptoren im Vorderteil
der menschlichen Zunge. Diese reagieren auf die vier Geschmacksnuancen
salzig, süß, sauer und bitter. Unsere Geschmacksnerven wandeln
diese Wahrnehmungen nach einer Reihe von chemischen Prozessen
in elektrische Impulse um und übermitteln sie dem Gehirn,
wo sie als Geschmack wahrgenommen werden. Der Geschmack, den
wir beim Essen einer Schokolade oder einer köstlichen Frucht
genießen, ist lediglich die Übersetzung von elektrischen Impulsen
durch das Gehirn.
Das Bild eines Kuchens wird mit dem Geschmack
des Zuckers vervollständigt und alles, was Sie über den Kuchen
wissen, wird in Ihrem Gehirn gebildet. Der Geschmack, den
Sie empfinden, während Sie den Kuchen mit Appetit essen, ist
nichts anderes als der Eindruck, den die elektrischen Impulse
in Ihrem Gehirn verursachen. Sie können nur wissen, was Ihr
Gehirn an von außen kommenden Reizen übersetzt. Ansonsten
können Sie den Gegenstand in der äußeren Welt nie erreichen;
Sie können die Schokolade selbst nie sehen, riechen oder schmecken.
Wenn die Geschmacksnerven, die zum Gehirn führen, durchschnitten
würden, wäre es nicht möglich, dass der Geschmack von irgendetwas,
das wir äßen, unser Gehirn erreichte; Wir wären vollständig
unseres Geschmackssinns beraubt. Die Tatsache, dass die Geschmäcke,
die Sie empfinden, außerordentlich realistisch sind, und dass
Sie die Gegenstände, die zu diesen Geschmäcken gehören sehen
können, darf Sie nicht täuschen. Das ist die wissenschaftliche
Erklärung dieses Phänomens.
ALLER
GESCHMACK ENTSTEHT IN UNSEREM GEHIRN
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Auch der Tastsinn entsteht im Gehirn
Der
Tastsinn ist einer der Faktoren, der die Menschen davon abhält,
zu verstehen, dass Seh-, Hör- und Geschmackssinn innerhalb
des Gehirns entstehen. Wenn Sie jemandem sagen würden, dass
er dieses Buch innerhalb seines Gehirns sieht, würde er Ihnen,
wenn er nicht aufmerksam darüber nachdenkt, erklären: "Ich
kann dieses Buch nicht in meinem Gehirn sehen, das ist unmöglich
- schau, ich berühre es mit meiner Hand". Wenn Sie sagen würden
"Wir können nicht wissen, ob das Original dieses Buches in
der Außenwelt als ein materielles Objekt existiert oder nicht",
würde diese oberflächlich denkende Person wieder antworten,
"Nein schau, ich halte es in meiner Hand und ich fühle seine
Beschaffenheit, und das ist keine Wahrnehmung, sondern eine
Existenz, die eine materielle Realität hat".
Es gibt jedoch eine Wirklichkeit, die solche
Menschen nicht verstehen können oder vielleicht nur übersehen.
Der Tastsinn entsteht genauso wie alle andere Sinne im Gehirn.
Wenn Sie also ein materielles Objekt berühren, nehmen Sie
in Ihrem Gehirn wahr, ob es hart, weich, nass, klebrig oder
seidig ist. Wenn wir etwas berühren, wird alle Information,
die uns hilft, die äußere Umgebung und ihre Gegenstände zu
erkennen, durch die Sinnesnerven in der Haut zum Gehirn übermittelt.
Das Gefühl der Berührung entsteht in unserem Gehirn. Im Gegensatz
zu der weitverbreiteten Annahme ist der Ort, an dem wir das
Gefühl der Berührung wahrnehmen, nicht unsere Fingerspitzen
oder unsere Haut, sondern das Zentrum des Tastsinnes im Gehirn.
Wenn Sie zum Beispiel eine raue Fläche berühren, können Sie
nie sicher sein, ob diese Fläche in Wirklichkeit eine raue
Fläche ist, oder was für ein Gefühl eine raue Fläche verursachen
würde. Das liegt daran, dass Sie das Original einer rauen
Fläche nie berühren können. Die Kenntnis, die Sie über die
Berührung einer Fläche haben, ist die Interpretation bestimmter
Reize Ihres Gehirns.

Dass sie das
Buch, welches sie jetzt lesen, in Ihrer Hand fühlen,
ändert nicht die Tatsache, dass dieses Buch nur ein
Bild innerhalb Ihres Gehirns ist. Denn wie das Bild
des Buches entsteht auch der Tastsinn in Ihrem Gehirn. |
AUCH
DER TASTSINN ENTSTEHT IN UNSEREM GEHIRN
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Ein Mensch, der sich mit seinem Freund unterhält,
während er eine Tasse Tee trinkt, lässt die Tasse sofort fallen,
wenn er sich die Hand verbrennt. Aber in Wirklichkeit fühlt
er die Hitze der Tasse in seinem Gedächtnis, nicht in seiner
Hand. Derselbe Mensch stellt sich das Bild der Teetasse in
seinem Gehirn vor, und fühlt den Geruch und den Geschmack
des Tees in seinem Gehirn. Jedoch begreift er nicht, dass
der Tee nur eine Wahrnehmung innerhalb seines Gehirns ist.
Er nimmt an, dass das Glas außerhalb von ihm existiert, und
er spricht zu seinem Freund, dessen Bild wiederum in seinem
Gehirn gebildet wird. Tatsächlich ist dies ein außergewöhnlicher
Fall. Die Annahme, dass er das originale Glas berührt und
dass er den originalen Tee trinkt, indem er die Härte und
Wärme der Tasse und den Geruch und den Geschmack fühlt, zeigt
uns die erstaunliche Klarheit und Vollkommenheit der Sinne,
welche innerhalb seines Gehirns existieren. Der bekannte Wissenschaftsphilosoph
des 20. Jahrhunderts, Bertrand Russell, schrieb in diesem
Zusammenhang Folgendes:
Was den Tastsinn angeht, so tritt, wenn wir mit
unseren Fingern auf einen Tisch pressen, dabei ein störender
elektrischer Einfluss auf die Elektronen und Protonen der
Fingerspitzen auf, der gemäß der modernen Physik aufgrund
der Nähe der Elektronen und Protonen der Tischoberfläche hervorgerufen
wird. Wenn die gleiche Störung in unseren Fingerspitzen auf
andere Weise verursacht würde, müssten wir dasselbe Gefühl
haben, obwohl da kein Tisch wäre.11
Der Punkt, den Russell in Betracht zieht, ist
überaus wichtig: Denn tatsächlich, wenn unseren Fingerspitzen
auf andere Weise Reize gegeben werden, können wir sehr unterschiedliche
Gefühle wahrnehmen. Dies kann heute durch mechanische Simulatoren
bewirkt werden. Mit Hilfe eines speziellen Handschuhs kann
ein Mensch empfinden, dass er eine Katze streichelt, einem
Mensch die Hand schüttelt, seine Hände wäscht, oder einen
harten Gegenstand berührt, obwohl nichts davon wirklich stattfindet.
In Wirklichkeit hat nichts davon ein materielles Gegenstück
in der Außenwelt. Dies ist ein Beweis, dass der Mensch alle
Gefühle, die er empfindet, in seinem Gehirn wahrnimmt.
9. www.hhmi.org/senses/a/a110.htm
10. Michael I. Posner, Marcus E .Raichle, Images of Mind,
Scientific American Library, New York 1999, S. 88
11. Bertrand Russell, ABC of Relativity, George Allen and
Unwin, London, 1964, S. 161-162